EVA Klasse

In EVA Klasse gibt es aktuell zwei Module:

Mit dem Modul "Unterricht" können Sie sich als Lehrkraft des Landes Rheinland-Pfalz einfach und datenschutzgerecht von Ihren Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung zu Ihrem Unterricht einholen. Zu diesem Zweck finden Sie dort wissenschaftlich fundierte Fragebögen. Alleinstellungsmerkmal des Moduls ist der von Prof. Dr. Klaus Zierer exklusiv für Rheinland-Pfalz entwickelte Fragebogen „7C RLP“ zu sieben überfachlichen Aspekten von gutem Unterricht. Weitere Informationen zu den Fragebögen finden Sie hier. Eine weitere Besonderheit ist es, dass jede Befragung von Schülerinnen und Schülern mit einer Selbsteinschätzung der Lehrkraft kombiniert wird. Im Ergebnisbericht werden dann Selbst- und Fremdeinschätzung gegenübergestellt. Weiter unten finden Sie einige Hinweise zum Nutzen von Schülerfeedback mit EVA Klasse.

Das Modul "Schulleitungshandeln" richtet sich speziell an rheinland-pfälzische Schulleiterinnen und Schulleiter. Diesen steht dort ebenfalls ein von Prof. Zierer entwickelter Fragebogen zur Verfügung, mit dem eine Befragung zum eigenen Schulleitungshandeln angelegt und durchgeführt werden kann. Analog zum Modul "Unterricht" werden die Antworten der Lehrkräfte der Selbstperspektive der Schulleiterin / des Schulleiters gegenübergestellt. Hinweise zum Fragebogen finden Sie hier.

Wenn Sie EVA Klasse nutzen wollen, dann erfahren Sie hier, wie Sie sich registrieren und eine Befragung mit EVA Klasse durchführen können. Bei Bedarf können Sie sich dazu auch eines unserer Erklärvideos anschauen.

Nutzen von EVA Klasse im Bereich Unterricht

Ergebnisnutzen: Die Ergebnisse aus EVA Klasse zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts nutzen

Der Ergebnisnutzen bezieht sich in erster Linie auf die Nutzung der Ergebnisse durch die Lehrkraft, die EVA Klasse einsetzt (vgl. Balzer/Beywl 2018, Buhren 2017; Hattie 2015, Hattie/Zierer/Beywl 2018):

  • So kann die Überprüfung von Unterrichts- oder Erziehungszielen mit EVA Klasse zur Professionalisierung des Lehrkräftehandelns beitragen: Der Abgleich der eigenen Sichtweise mit derjenigen der Schülerinnen und Schüler kann dazu führen, das eigene Handeln zu kritisch zu hinterfragen (Reflexion) und das eigene didaktisch-methodisch Wissen auf der Grundlage von neuen Erkenntnissen gezielt zu erweitern.
  • Zudem können die Ergebnisse von EVA Klasse zur Lernprozessteuerung genutzt werden und sich auf diese Weise nachhaltig auf eine qualitative Verbesserung des Unterrichts sowie auch auf die Lernleistungen von Schülerinnen und Schüler auswirken. Vor allem die umfassende Meta-Analyse von John Hattie (2015) zeigt, dass die „formative interne Evaluation einen „gut wirkenden Faktor“ im Hinblick auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern darstellt.

Prozessnutzen: Bereits die Durchführung einer unterrichtlichen Selbstevaluation hat einen Nutzen

Mit Prozessnutzen ist gemeint, dass schon die Durchführung einer unterrichtlichen Selbstevaluation mit EVA Klasse zu gewünschten Veränderungen im individuellen Denken und Handeln oder zu reflexivem Lernen führen kann, und zwar unabhängig von den Evaluationsergebnissen (vgl. Balzer/Beywl 2018, Buhren 2017; Patton 2008):

  • Eine Selbstevaluation des Unterrichts unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler stärkt deren Partizipation und unterstützt Reflexionen der Schülerinnen und Schülern zum Lernprozess. EVA Klasse fördert die aktive Beteiligung der Lernenden an der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Schülerinnen und Schüler lernen qualifizierte Rückmeldungen zu geben und ihre Erwartungen differenziert zu äußern. Dies kann sich beispielsweise positiv auf das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden, das Klassenklima oder die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern auswirken.
  • Wenn Sie EVA Klasse gemeinsam mit anderen Lehrkräften (Fachteam, Stufenteam) einsetzen, so kann ebenfalls ein Prozessnutzen entstehen. Die Diskussion über einzusetzende Fragebögen oder die gemeinsame Interpretation von Ergebnissen der Befragungen kann Teamentwicklungsprozesse in Gang setzen oder vertiefen. Gefördert werden beispielsweise ein gemeinsames Verständnis von Unterrichtsinhalten bzw. Unterrichtszielen oder der gegenseitige Kompetenztransfer.